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Top 3 günstige CDNs nach Kosten pro GB 2026

Hier sehen Sie, welche drei CDNs für kleine und mittelgroße Websites beim Verhältnis aus Kosten pro Gigabyte und monatlicher Mindestbelastung am besten abschneiden. Der Vergleich für 2026 zeigt auch, welche Funktionen Sie bei den günstigsten Angeboten bekommen – und wo Sie genauer hinsehen sollten.

  1. DDoS-Schutz · WAF · HTTP/3 · Bildoptimierung
    9,2/10
    PoPs
    309
    Länder
    121
    Preis pro GB
    Kostenlos kein Minimum
  2. Bildoptimierung · Video-Streaming
    7,0/10
    PoPs
    119
    Länder
    81
    Preis pro GB
    0,0089 € /GB mind. 0,89 €/Mon.
  3. Video-Streaming
    5,6/10
    PoPs
    22
    Länder
    11
    Preis pro GB
    0,0089 € /GB mind. 4,47 €/Mon.

So haben wir die CDNs für diesen Vergleich eingeordnet

Bei einem kleineren bis mittleren Website-Aufkommen entscheidet nicht allein der Tarif pro übertragenem Gigabyte. Eine monatliche Mindestbelastung kann einen niedrigen Verbrauch teuer machen. Deshalb gewichten wir in diesem Ranking beide Punkte gemeinsam: zuerst die ausgewiesenen Kosten pro GB, dann den monatlichen Mindestbetrag. Kosten pro Anfrage berücksichtigen wir ebenfalls, wenn sie angegeben sind, denn viele kleine Dateien können die Abrechnung beeinflussen.

Für den Vergleich der Übertragungskosten beziehen wir uns auf Europa und Nordamerika. Diese Regionen sind für viele deutschsprachige Websites besonders relevant; bei Publikum in anderen Teilen der Welt sollten Sie die jeweiligen Regionaltarife prüfen. Funktionen wie HTTPS, Cache-Löschung, DDoS-Schutz und die Zahl der PoP-Standorte helfen bei der Einordnung des Angebots, ersetzen aber keine Kostenprüfung für den eigenen Traffic. Wir ordnen die Anbieter anhand ihrer aufgeführten Tarife und Funktionen ein, nicht anhand von Labortests.

1. Cloudflare CDN

Cloudflare steht an erster Stelle, weil für Europa und Nordamerika keine Übertragungskosten pro GB ausgewiesen sind und auch keine monatliche Mindestbelastung anfällt. Für eine Website mit schwankendem oder noch geringem Traffic ist das ein klarer Vorteil: Sie müssen nicht erst ein bestimmtes Volumen erreichen, bevor sich das CDN rechnet. Auch Kosten pro Anfrage sind nicht ausgewiesen.

Beim Funktionsumfang ist Cloudflare nicht auf statische Dateien beschränkt. Der Anbieter führt unter anderem WAF, DDoS-Schutz, dynamische Inhalte, WebSockets sowie Live- und Video-on-Demand-Unterstützung auf. HTTP/2 und HTTP/3 sind enthalten. Das globale Netz umfasst 309 PoP-Standorte in 121 Ländern; auch ein PoP in den Niederlanden ist aufgeführt. Das spricht für eine breite geografische Abdeckung, ist aber keine Garantie für eine bestimmte Ladezeit auf Ihrer Website.

  • Stärken: keine ausgewiesenen GB-Kosten für Europa und Nordamerika und keine monatliche Mindestbelastung; keine Kosten pro Anfrage ausgewiesen; WAF, DDoS-Schutz, HTTP/3 und dynamische Inhalte; Cache-Löschung für alles oder einzelne Dateien.
  • Grenzen: kein Push-Upload und keine Logdateien aufgeführt; ein eigenes SSL-Zertifikat wird nicht angeboten; Support ist per E-Mail angegeben. Wer detaillierte Logs benötigt, sollte diesen Punkt vor dem Wechsel prüfen.

Cloudflare passt am besten zu kleinen und mittleren Websites, die ihre CDN-Kosten niedrig halten möchten, ohne auf Sicherheits- und Protokollfunktionen zu verzichten. Auch bei stark wechselndem Traffic ist das Angebot interessant, weil keine monatliche Mindestbelastung anfällt. Prüfen Sie vorab, ob die angebotenen Statistiken für Ihre Fehleranalyse und Abrechnung ausreichen.

2. Bunny CDN

Bunny CDN ist eine gute Wahl, wenn Sie ein günstiges, verbrauchsabhängiges Angebot suchen und mit einer kleinen monatlichen Mindestbelastung leben können. Für Europa und Nordamerika sind die Kosten pro GB niedrig, aber nicht so niedrig wie bei Cloudflare. Der Anbieter weist keine Kosten pro Anfrage aus und nennt keine Mindestvertragslaufzeit. Damit bleibt der Einstieg überschaubar, besonders wenn Sie regelmäßig, aber nicht in sehr großem Umfang ausliefern.

Das Netz umfasst 119 PoP-Standorte in 81 Ländern und einen Standort in den Niederlanden. Für die Cache-Verwaltung gibt es mehr Möglichkeiten als bei vielen einfachen Angeboten: Sie können alles, einzelne Dateien, Wildcards oder Tags beziehungsweise Schlüssel löschen. Bunny führt außerdem Logs, Statistiken, Bildoptimierung und Origin Storage auf. HTTPS auf der eigenen Domain und ein eigenes SSL-Zertifikat sind angegeben. Im Unterschied zu Cloudflare sind WAF und DDoS-Schutz nicht aufgeführt.

  • Stärken: niedrige GB-Kosten in Europa und Nordamerika; geringe monatliche Mindestbelastung; Logs und flexible Cache-Löschung; Bildoptimierung, Origin Storage und HTTPS auf der eigenen Domain.
  • Grenzen: kein aufgeführter WAF- oder DDoS-Schutz; kein PoP in China; WebSockets und dynamische Inhalte sind nicht angegeben. Ein Rund-um-die-Uhr-Support ist ebenfalls nicht aufgeführt.

Bunny CDN eignet sich für Websites, die vor allem Bilder, Skripte und andere statische Dateien ausliefern und mehr Kontrolle über Cache-Löschungen brauchen. Es ist die naheliegende Alternative, wenn Sie Cloudflare nicht wählen möchten, aber die monatliche Grundbelastung klein halten wollen. Bei sicherheitskritischen Projekten sollten Sie klären, ob die fehlenden Schutzfunktionen anderweitig abgedeckt sind.

3. BelugaCDN

BelugaCDN kommt auf Platz drei, weil die ausgewiesenen GB-Kosten für Europa und Nordamerika mit Bunny CDN vergleichbar sind, die monatliche Mindestbelastung aber deutlich höher liegt. Zusätzlich fallen laut Anbieter Kosten pro Anfrage an. Bei überschaubarem Traffic wiegt die monatliche Mindestbelastung besonders schwer: Sie zahlen damit auch in einem ruhigen Monat, in dem nur wenig ausgeliefert wird.

Das Netz ist mit 22 PoP-Standorten in 11 Ländern deutlich kleiner als bei den beiden vorderen Plätzen; ein PoP in den Niederlanden ist aufgeführt. Beluga nennt eine private CDN-Option, API-Zugriff, Statistiken sowie Cache-Löschung für alles oder nach Muster. HTTPS ist der entscheidende Prüfpunkt: Für HTTPS auf dem CDN-Domainnamen und auf der eigenen Domain ist keine Unterstützung aufgeführt. Für eine Website, die verschlüsselte Verbindungen braucht, sollten Sie das vor einer Buchung ausdrücklich klären.

  • Stärken: niedrige ausgewiesene GB-Kosten für Europa und Nordamerika; private CDN-Option; API, Statistiken, Token-Authentifizierung und Geo-Blocking.
  • Grenzen: hohe monatliche Mindestbelastung im Vergleich zu Cloudflare und Bunny CDN; zusätzliche Kosten pro Anfrage; deutlich weniger PoP-Standorte; HTTPS auf CDN- und eigener Domain ist nicht aufgeführt.

BelugaCDN kann für ein Projekt mit dauerhaftem, planbarem Traffic interessant sein, wenn die private CDN-Option wichtig ist. Für eine kleine Website mit wechselndem Besuch lohnt sich die Rechnung wegen der höheren Mindestbelastung meist weniger. Wegen der fehlenden HTTPS-Angaben sollten Sie das Angebot nicht für eine produktive Website einplanen, bevor der Anbieter Ihre konkrete TLS-Konfiguration bestätigt hat.

Knapp nicht in den Top 3

CDN77: Die Kosten pro GB sind sehr niedrig, doch die monatliche Mindestbelastung ist für kleine und mittlere Websites so hoch, dass der günstige Verbrauchstarif den Nachteil kaum ausgleicht. Das Angebot passt eher zu sehr hohem, konstantem Traffic.

AdvancedHosting CDN: Die monatliche Mindestbelastung fällt niedrig aus, die Kosten pro GB liegen jedoch über denen der drei platzierten Anbieter. Dazu kommen berechnete Kosten für eingehenden Traffic. Bei stärkerem Datenzufluss kann das die Gesamtrechnung verschlechtern.

So wählen Sie das passende CDN

Schätzen Sie zuerst Ihren monatlichen Traffic und den Anteil, der tatsächlich aus dem CDN-Cache ausgeliefert wird. Ein CDN senkt nicht automatisch jede Rechnung: Anfragen, die zum Ursprungssystem durchgereicht werden, können je nach Anbieter anders behandelt werden. Prüfen Sie außerdem, aus welchen Regionen Ihre Besucher kommen. Die hier verglichenen GB-Kosten beziehen sich auf Europa und Nordamerika; für andere Regionen können andere Tarife gelten.

Rechnen Sie anschließend mit zwei Szenarien: einem normalen Monat und einem Monat mit deutlich mehr Besuchern. Vergleichen Sie dabei GB-Kosten, Mindestbelastung und gegebenenfalls Anfragekosten. Wenn viele kleine Dateien ausgeliefert werden, ist der Anfrageposten wichtiger als bei großen Downloads. Fragen Sie außerdem, ob eingehender Traffic berechnet wird, bevor Sie den CDN-Traffic auf eine neue Plattform umstellen.

Prüfen Sie die Funktionen, die Ihre Website tatsächlich braucht. Für einen Shop sind HTTPS auf der eigenen Domain und ein passender Schutz vor Angriffen wichtiger als eine besonders große PoP-Zahl. Ein Blog mit vielen Bildern profitiert eher von Bildoptimierung und flexibler Cache-Löschung. Cloudflare führt die breiteste Funktionspalette in diesem Vergleich auf; Bunny CDN bietet praktische Cache-Werkzeuge und Logs; bei BelugaCDN sollten Sie die HTTPS-Angaben zuerst klären. Für 2026 gilt daher: Wählen Sie nicht nur nach dem kleinsten GB-Tarif, sondern nach Ihrer erwarteten Gesamtrechnung und den benötigten Funktionen.

Häufig gestellte Fragen

Welcher CDN-Anbieter ist für kleine Websites am günstigsten?

In diesem Vergleich steht Cloudflare vorne: Für Europa und Nordamerika sind keine GB-Kosten, keine monatliche Mindestbelastung und keine Kosten pro Anfrage ausgewiesen. Das macht den Einstieg besonders passend, wenn Ihr Traffic niedrig oder unregelmäßig ist. Prüfen Sie trotzdem, ob die angebotenen Funktionen und Statistiken zu Ihrer Website passen.

Warum ist die monatliche Mindestbelastung beim CDN wichtig?

Eine Mindestbelastung fällt auch dann an, wenn Ihre Website nur wenig Traffic erzeugt. Bei kleinen und mittleren Projekten kann sie deshalb stärker ins Gewicht fallen als ein niedriger Tarif pro GB. Vergleichen Sie Anbieter mit Ihrem üblichen Monatsvolumen und einem ruhigeren Monat, statt nur den Verbrauchstarif nebeneinanderzustellen.

Ist Bunny CDN eine gute Alternative zu Cloudflare?

Ja, wenn Ihnen niedrige GB-Kosten, Logs, Bildoptimierung und flexible Cache-Löschung wichtig sind. Bunny CDN hat eine geringe monatliche Mindestbelastung und keine Mindestvertragslaufzeit. WAF und DDoS-Schutz sind jedoch nicht aufgeführt. Wenn diese Schutzfunktionen für Ihr Projekt nötig sind, sollten Sie klären, wie Sie sie ergänzen.

Worauf sollte ich bei BelugaCDN besonders achten?

BelugaCDN hat ähnliche ausgewiesene GB-Kosten wie Bunny CDN, aber eine deutlich höhere monatliche Mindestbelastung und zusätzliche Kosten pro Anfrage. Außerdem sind HTTPS auf der CDN-Domain und auf der eigenen Domain nicht aufgeführt. Lassen Sie sich vor dem Einsatz bestätigen, wie TLS für Ihre Website eingerichtet werden kann.

Gelten die Kosten pro GB in jeder Region?

Nicht zwingend. Die Rangfolge beim Tarif pro GB bezieht sich hier auf Europa und Nordamerika. Anbieter können für Asien-Pazifik oder Lateinamerika andere Übertragungskosten aufführen. Wenn ein großer Teil Ihrer Besucher außerhalb Europas und Nordamerikas sitzt, prüfen Sie die regionalen Konditionen und rechnen Sie mit Ihrem erwarteten Traffic je Region.

Welche Funktionen sollte ich neben dem Preis vergleichen?

Prüfen Sie mindestens HTTPS auf Ihrer Domain, Cache-Löschung, Logs und die Sicherheitsfunktionen, die Ihr Projekt braucht. Bei vielen kleinen Dateien können Anfragekosten relevant werden; bei großen Downloads zählt vor allem die Übertragung. Auch PoP-Abdeckung und Bildoptimierung können für Ihre Besucher wichtig sein. Wählen Sie die Funktionen nach dem tatsächlichen Einsatz, nicht nach einer möglichst langen Merkmalsliste.

Maarten Soetens Von