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Top 5 CDNs mit Sicherheitsfunktionen 2026

Welche CDN-Anbieter mehrere Schutzschichten kombinieren, sehen Sie in diesem Vergleich für 2026. Wir ordnen fünf Dienste nach den aufgeführten Sicherheitsfunktionen und zeigen, wo sie sich bei Zugangskontrolle, TLS und ergänzenden CDN-Merkmalen unterscheiden.

  1. DDoS-Schutz · WAF · HTTP/3 · Edge Computing
    7,5/10
    PoPs
    840
    Länder
    26
    Preis pro GB
    0,0394 € /GB kein Minimum
  2. DDoS-Schutz · WAF · Bildoptimierung · Video-Streaming
    6,7/10
    PoPs
    71
    Länder
    45
    Preis pro GB
    0,0268 € /GB kein Minimum
  3. DDoS-Schutz · WAF · HTTP/3 · Bildoptimierung
    7,6/10
    PoPs
    104
    Länder
    78
    Preis pro GB
    0,0268 € /GB kein Minimum
  4. DDoS-Schutz · WAF · HTTP/3 · Video-Streaming
    6,3/10
    PoPs
    52
    Länder
    41
    Preis pro GB
    0,0036 € /GB mind. 885,59 €/Mon.
  5. DDoS-Schutz · WAF · HTTP/3 · Bildoptimierung
    9,2/10
    PoPs
    309
    Länder
    121
    Preis pro GB
    Kostenlos kein Minimum

So haben wir die CDNs für Sicherheit eingeordnet

Für diese Rangliste zählen acht konkrete Kontrollarten: WAF, DDoS-Schutz, Token-Authentifizierung, IP-Whitelist oder -Blacklist, Geo-Blocking, Hotlink-Schutz, ein eigenes SSL-Zertifikat sowie HTTPS auf dem CDN- und auf dem eigenen Domainnamen. Jede aufgeführte Funktion zählt einmal. Bot-Schutz ist kein Merkmal in der Vergleichsgrundlage; wir behaupten daher für keinen Anbieter, dass er Bots gezielt erkennt oder abwehrt. Alle fünf gelisteten CDNs erreichen bei den erfassten Kontrollen hohe Werte. Unterschiede bei Basic Authentication und eigenen Zertifikaten geben den Ausschlag. Wir ordnen nach den aufgeführten Funktionen, nicht nach Labortests.

1. BytePlus CDN

BytePlus belegt den ersten Platz, weil der Anbieter alle neun erfassten Sicherheitskontrollen aufführt. Dazu gehören WAF und DDoS-Schutz ebenso wie Token-Authentifizierung, IP-Listen und Geo-Blocking. Auch Hotlink-Schutz, ein eigenes SSL-Zertifikat sowie HTTPS auf dem CDN- und dem eigenen Domainnamen sind enthalten. Für Projekte, die verschiedene Zugriffskontrollen und TLS-Optionen in einem CDN suchen, ist das die breiteste Kombination dieser Rangliste.

  • Stärken: Neun aufgeführte Sicherheitskontrollen; HTTPS sowohl auf CDN- als auch auf eigener Domain; IP-Listen und Geo-Blocking; HTTP/3 und Edge Computing.
  • Grenzen: Basic Authentication ist nicht aufgeführt. Ein Apex- oder Root-Domain-Einsatz ist nicht vorgesehen, und Support wird per E-Mail angeboten.

BytePlus passt zu Websites und Medienangeboten, die viele Schutzregeln kombinieren und auch Video-on-Demand oder Live-Video nutzen. Der Anbieter nennt 840 PoP-Standorte in 26 Ländern und einen PoP in den Niederlanden. Für Teams, die Basic Authentication benötigen, ist die fehlende Angabe ein Grund, vor der Entscheidung gezielt nachzufragen.

2. CacheFly CDN

CacheFly führt ebenfalls alle neun Kontrollen auf und liegt deshalb knapp hinter BytePlus. WAF, DDoS-Abwehr, Token-Authentifizierung, IP-Listen und Geo-Blocking ergänzen Hotlink-Schutz, eigenes SSL und HTTPS auf beiden Domainvarianten. Eine Besonderheit gegenüber den ersten und dritten Plätzen sind Telefon-Support und eine Statusseite. CacheFly gibt außerdem 24/7-Erreichbarkeit an, listet aber keine Basic Authentication.

  • Stärken: Neun erfasste Sicherheitskontrollen; Telefon- und E-Mail-Support; 24/7 erreichbar; HTTPS auf der eigenen Domain; Bildoptimierung.
  • Grenzen: Keine Basic Authentication; kein DNS-Angebot in der Aufstellung; HTTP/3 ist nicht aufgeführt. Für Änderungen nennt CacheFly eine Übertragungszeit von 0,08 Minuten.

CacheFly eignet sich für Betreiber, denen eine breite Sicherheitsausstattung und erreichbarer Support wichtig sind. Das CDN deckt Regionen von Nord- und Lateinamerika über Europa und Asien bis Afrika ab und nennt 71 PoP-Standorte in 45 Ländern. Wer Basic Authentication als zusätzliche Schranke für Inhalte braucht, sollte die fehlende Funktion gegen die übrigen Schutzmerkmale abwägen.

3. Gcore CDN

Gcore listet wie BytePlus und CacheFly neun der gezählten Kontrollen: WAF, DDoS-Schutz, Token-Authentifizierung, IP-Listen, Geo-Blocking, Hotlink-Schutz, eigenes SSL sowie HTTPS auf CDN- und eigener Domain. Im Vergleich bietet Gcore einen Apex- beziehungsweise Root-Domain-Eintrag und HTTP/3. Ein weiterer praktischer Vorteil: Beim Cache-Purge können neben allen Inhalten auch einzelne Dateien oder Muster ausgewählt werden.

  • Stärken: Neun Sicherheitskontrollen; Apex-/Root-Domain-Unterstützung; HTTP/3; Purge nach Datei und Muster; Edge Computing und Bildoptimierung.
  • Grenzen: Basic Authentication ist nicht aufgeführt; Origin Shield und Logs fehlen. Der Anbieter nennt keine PoPs in China und keine 24/7-Erreichbarkeit.

Gcore passt zu Websites, die ein eigenes SSL-Zertifikat mit mehreren Zugriffskontrollen verbinden und Inhalte gezielt aus dem Cache entfernen möchten. Der Anbieter nennt 104 PoP-Standorte in 78 Ländern sowie einen Standort in den Niederlanden. Die aufgeführte Änderungszeit beträgt 15 Minuten; für Anwendungen mit häufigen Konfigurationswechseln sollte das in die Planung einfließen.

4. CDN77

CDN77 erreicht ebenfalls neun Kontrollpunkte, darunter als einziger Anbieter dieser Top 5 Basic Authentication. Das ergänzt WAF, DDoS-Schutz, Token-Authentifizierung, IP-Listen und Geo-Blocking. Auch Hotlink-Schutz und ein eigenes SSL-Zertifikat sind aufgeführt. Der entscheidende Abzug: HTTPS auf der eigenen Domain ist nicht gelistet. Das CDN selbst unterstützt HTTPS, aber das ist nicht dasselbe wie TLS für Ihren eigenen Domainnamen.

  • Stärken: Neun Kontrollen einschließlich Basic Authentication; eigenes SSL; WAF und DDoS-Schutz; Live-Chat, Telefon- und E-Mail-Support; 24/7 erreichbar.
  • Grenzen: HTTPS auf der eigenen Domain fehlt; WebSockets und dynamische Inhaltsbeschleunigung sind nicht aufgeführt. Es gibt 52 PoP-Standorte in 41 Ländern.

CDN77 ist interessant, wenn Basic Authentication für geschützte Bereiche ausdrücklich gefragt ist und HTTPS auf der eigenen Domain keine Voraussetzung darstellt. Für eine Website, die unter ihrer regulären Adresse per HTTPS ausgeliefert werden muss, sollten Sie die fehlende Angabe vorab klären. Auch die Mindestvertragsdauer von einem Monat ist bei der Planung zu beachten.

5. Cloudflare CDN

Cloudflare listet acht der neun Kontrollen. WAF, DDoS-Schutz, Token-Authentifizierung, IP-Listen, Geo-Blocking und Hotlink-Schutz sind aufgeführt, dazu HTTPS auf dem CDN- und dem eigenen Domainnamen. Nicht aufgeführt ist ein eigenes SSL-Zertifikat. Anders als die vier höher platzierten Anbieter erreicht Cloudflare deshalb einen Kontrollpunkt weniger, deckt aber weiterhin mehrere wichtige Schutzebenen ab.

  • Stärken: WAF und DDoS-Schutz; Token-Authentifizierung und IP-Listen; Geo- und Hotlink-Schutz; HTTPS auf der eigenen Domain; Apex-/Root-Domain und HTTP/3.
  • Grenzen: Kein eigenes SSL-Zertifikat in der Aufstellung; Basic Authentication ist nicht aufgeführt. Origin Shield und „Serve stale“ fehlen ebenfalls.

Cloudflare passt zu Betreibern, die mehrere Schutzkontrollen mit großer geografischer Abdeckung verbinden möchten. Genannt werden 309 PoP-Standorte in 121 Ländern, darunter ein Standort in den Niederlanden und 37 in China. Wenn Sie zwingend ein eigenes Zertifikat hinterlegen müssen, sollten Sie prüfen, ob die angebotene TLS-Konfiguration Ihre Anforderungen erfüllt.

Knapp nicht in den Top 5: Fastly

Fastly listet acht Kontrollen, darunter Basic Authentication, aber kein HTTPS auf der eigenen Domain. Damit fehlt ein wichtiges Merkmal für Websites, die ihre reguläre Domain durchgehend per HTTPS ausliefern wollen. Fastly bietet unter anderem WAF, DDoS-Schutz und Token-Authentifizierung, erreicht in dieser Rangliste aber nicht die fünf besten Plätze.

So wählen Sie das passende Sicherheitsprofil

Beginnen Sie mit den Kontrollen, die Ihre Anwendung tatsächlich benötigt. Für eine geschützte Vorschau oder einen internen Bereich kann Basic Authentication wichtiger sein als eine möglichst hohe Gesamtzahl; in dieser Auswahl führt CDN77 sie ausdrücklich auf. Für Zugriff nach Herkunftsland sind Geo-Blocking und IP-Listen relevant. Token-Authentifizierung wiederum hilft, Inhalte an gültige Zugriffsberechtigungen zu binden. Prüfen Sie jeweils, ob der Anbieter die konkrete Funktion aufführt.

Unterscheiden Sie außerdem eigenes SSL von HTTPS auf Ihrer eigenen Domain. Ein Anbieter kann ein Zertifikat zum Hochladen erlauben, ohne dass damit automatisch alle Fragen zur Domain-Konfiguration beantwortet sind. Stimmen Sie CDN-Hostnamen, Zertifikate und Weiterleitungen mit Ihrer bestehenden Website-Konfiguration ab. Wenn HTTPS auf der eigenen Domain erforderlich ist, sind die fehlenden Angaben bei CDN77 und Fastly ein klares Prüfthema.

Für 2026 gilt auch: Eine hohe Zahl gelisteter Kontrollen ist kein Beleg für Bot-Schutz. Da in der Vergleichsgrundlage dafür kein Feld existiert, sollten Sie Bot-Abwehr separat beim Anbieter prüfen, wenn automatisierter Missbrauch Ihr Hauptproblem ist. Fragen Sie konkret nach Erkennung, Regeln und Möglichkeiten zum Blockieren oder Begrenzen von Bots. Vergleichen Sie außerdem Supportkanäle, PoP-Abdeckung und die für Ihren Betrieb nötigen Funktionen wie WebSockets oder HTTP/3, statt nur auf die Rangposition zu schauen.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird die Reihenfolge der CDNs bestimmt?

Wir zählen die aufgeführten Sicherheitskontrollen: WAF, DDoS-Schutz, Token-Authentifizierung, IP-Listen, Geo-Blocking, Hotlink-Schutz, eigenes SSL sowie HTTPS auf dem CDN- und dem eigenen Domainnamen. Die ersten vier Anbieter führen neun dieser Merkmale auf, Cloudflare acht. Unterschiede wie Basic Authentication und eigenes SSL helfen bei der Einordnung der Ergebnisse.

Bietet eines der gelisteten CDNs nachweislich Bot-Schutz?

Das lässt sich aus den hier verglichenen Angaben nicht ableiten: Ein eigenes Merkmal für Bot-Schutz ist nicht vorhanden. Deshalb schreiben wir keinem Anbieter eine Bot-Erkennung oder Bot-Abwehr zu. Wenn automatisierter Missbrauch für Ihre Website ein konkretes Risiko ist, fragen Sie den Anbieter gezielt nach verfügbaren Bot-Regeln und danach, wie sich unerwünschte Anfragen begrenzen lassen.

Was ist der Unterschied zwischen eigenem SSL und HTTPS auf der eigenen Domain?

Ein eigenes SSL-Zertifikat beschreibt die Möglichkeit, ein eigenes Zertifikat einzusetzen. HTTPS auf der eigenen Domain bezieht sich darauf, dass Ihre Website-Adresse verschlüsselt ausgeliefert werden kann. Beides hängt zusammen, ist in diesem Vergleich aber als getrennte Kontrolle erfasst. Prüfen Sie daher nicht nur, ob ein eigenes Zertifikat aufgeführt ist, sondern auch die Unterstützung Ihrer Domain.

Welcher Anbieter führt Basic Authentication auf?

In den Top 5 listet nur CDN77 Basic Authentication. Damit kann die Funktion für geschützte Bereiche oder Vorschauumgebungen ein Auswahlkriterium sein. Fastly führt sie ebenfalls auf, verpasst aber die Top 5, weil HTTPS auf der eigenen Domain nicht gelistet ist. Bei allen anderen Anbietern in der Rangliste ist Basic Authentication nicht aufgeführt.

Reicht eine hohe Zahl an Sicherheitsfunktionen für die Auswahl?

Nein. Die Anzahl hilft beim ersten Vergleich, ersetzt aber nicht die Prüfung Ihrer Anforderungen. Entscheidend kann etwa HTTPS auf der eigenen Domain, Basic Authentication oder Geo-Blocking sein. Berücksichtigen Sie zudem die aufgeführten Supportwege und Funktionen Ihrer Anwendung. Wenn Sie Bot-Schutz benötigen, müssen Sie diesen Punkt separat klären, denn er wird hier nicht als vergleichbares Merkmal geführt.

Maarten Soetens Von