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Insights

Größte Webhosting-Unternehmen

Maarten Soetens

16 Min. Lesezeit

Illuminated server units in a data centre rack.

Das größte Webhosting-Unternehmen der Welt ist Hostinger, das 5,2 % aller Websites hostet. Es folgen United Internet (IONOS, STRATO und Schwestermarken) sowie die GoDaddy Group mit jeweils 2,5 %, gefolgt von OVHcloud mit 2,4 %. Zusammen hosten die zehn größten Webhosting-Unternehmen etwa jede vierte Website. Die Zahlen stammen aus der Webhosting-Umfrage von W3Techs; der Datenstand ist der 6. November 2026.

Die 10 größten Webhosting-Unternehmen auf einen Blick

Das Ranking misst eine einzige Kennzahl: den Anteil aller Websites in der W3Techs-Umfrage, die ein Hosting-Unternehmen hostet. Alle Marken desselben Eigentümers werden dabei zusammengerechnet.

#Hosting-UnternehmenAnteil an allen WebsitesHauptsitzBekannteste Marken
1Hostinger5,2 %Vilnius, LitauenHostinger, Niagahoster, Weblink
2United Internet2,5 %Montabaur, DeutschlandIONOS, STRATO, Arsys, Fasthosts, home.pl
3GoDaddy Group2,5 %Tempe, Arizona, USAGoDaddy, Host Europe, Domainfactory, 123 Reg
4OVHcloud2,4 %Roubaix, FrankreichOVHcloud
5Newfold Digital2,3 %Jacksonville, Florida, USABluehost, HostGator, Network Solutions, Domain.com
6team.blue2,3 %Gent, BelgienCombell, TransIP, Register.it, Loopia, Vimexx
7Hetzner2,1 %Gunzenhausen, DeutschlandHetzner
8SiteGround2,0 %Sofia, BulgarienSiteGround
9DigitalOcean Group1,5 %Broomfield, Colorado, USADigitalOcean, Cloudways
10XServer1,4 %Osaka, JapanXServer, XServer Business, XServer VPS

Quelle: W3Techs, Nutzung von Webhosting-Anbietern, Datenstand: 6. November 2026. Unternehmen mit demselben gerundeten Anteil sind in der von W3Techs angegebenen Reihenfolge aufgeführt. Website-Baukästen und Hyperscale-Clouds sind nicht enthalten; siehe Methodik des Rankings.

Die 10 größten Webhosting-Unternehmen im Detail

Die folgenden Porträts verbinden den W3Techs-Anteil mit Angaben aus den Veröffentlichungen der jeweiligen Unternehmen. Kundenzahlen und Umsätze sind Unternehmensangaben. W3Techs überprüft sie nicht; außerdem umfassen sie auch andere Geschäftsbereiche als Hosting.

1. Hostinger: 5,2 % aller Websites

Hostinger hostet mehr als doppelt so viele Websites wie das Unternehmen auf Platz zwei. Das Unternehmen wurde 2004 in Kaunas, Litauen, gegründet, verwendet seit 2011 den Namen Hostinger und hat seinen Hauptsitz heute in Vilnius. Es befindet sich in Privatbesitz und war nie an einer Börse notiert.

Hostinger wuchs mit günstigem Shared Hosting und WordPress-Hosting, das unter einer globalen Marke angeboten wird, sowie mit lokalen Marken wie Niagahoster in Indonesien und Weblink in Brasilien. Inzwischen bietet das Unternehmen auch VPS- und Cloud-Hosting sowie einen KI-Website-Baukasten an. In seinen Ergebnissen für 2025 meldete Hostinger 4,6 Millionen Kunden in mehr als 150 Ländern und einen Umsatz von 275,4 Millionen Euro – 51 % mehr als 2024. Kein anderes Unternehmen in diesen Top 10 meldet ein Wachstum in diesem Tempo.

Besuchen Sie die Hostinger-Anbieterseite, lesen Sie Hostinger-Bewertungen von Kunden oder vergleichen Sie Hostinger-Webhosting-Tarife und Hostinger-VPS-Tarife.

2. United Internet (IONOS, STRATO und weitere): 2,5 %

Die United Internet AG mit Sitz in Montabaur wurde 1988 von Ralph Dommermuth gegründet, der weiterhin die Mehrheit hält. Das Hosting-Geschäft ist in der IONOS Group SE gebündelt, die seit Februar 2023 an der Frankfurter Börse notiert ist und mehrheitlich United Internet gehört. Zu den Hosting-Marken zählen IONOS, STRATO, Arsys (Spanien), Fasthosts (Großbritannien), home.pl (Polen), World4You (Österreich), united-domains und InterNetX.

W3Techs ordnet rund 61,5 % der Websites der Gruppe IONOS und 21 % STRATO zu; der Rest entfällt auf home.pl, Arsys, World4You, united-domains und Fasthosts. Für 2025 meldete IONOS 6,63 Millionen Kunden und einen Umsatz von 1,32 Milliarden Euro. Das Angebot reicht von Shared Hosting und Website-Baukästen bis hin zu VPS, dedizierten Servern und der IONOS Cloud.

Vergleichen Sie die Tarife von IONOS und STRATO oder lesen Sie IONOS-Bewertungen und STRATO-Bewertungen.

3. GoDaddy Group: 2,5 %

GoDaddy wurde 1997 von Bob Parsons gegründet und hat seinen Hauptsitz in Tempe, Arizona. Seit 2015 ist das Unternehmen an der New Yorker Börse notiert (Börsenkürzel GDDY). GoDaddy ist vor allem als Domain-Registrar bekannt: Laut Geschäftsbericht für 2025 verwaltete das Unternehmen rund 81 Millionen Domains für 20,4 Millionen Kunden und erzielte einen Umsatz von 4,95 Milliarden US-Dollar.

Hosting ist neben Domains, Website-Erstellung, Online-Shops, Zahlungsdiensten und dem KI-Assistenten Airo ein Geschäftsbereich des Unternehmens. Innerhalb der W3Techs-Gruppe entfallen rund 84 % der gehosteten Websites auf GoDaddy selbst und 12 % auf Host Europe. GoDaddy kaufte Host Europe 2017 zusammen mit Domainfactory und 123 Reg. Die britische Marke Heart Internet, die ebenfalls zu diesem Kauf gehörte, wurde 2024 an Your.Online verkauft.

4. OVHcloud: 2,4 %

OVHcloud ist das größte Hosting-Unternehmen Frankreichs. Octave Klaba gründete das Unternehmen 1999 in Roubaix, wo es bis heute seinen Sitz hat. Seit 2021 ist es an der Euronext Paris notiert; die Familie Klaba ist Mehrheitsaktionärin. Im Oktober 2025 kehrte Klaba als Chairman und CEO zurück.

Anders als die meisten Unternehmen in diesen Top 10 baut OVHcloud eigene Server und betreibt eigene Rechenzentren: 44 Rechenzentren auf vier Kontinenten mit mehr als 500.000 Servern. Für das Geschäftsjahr bis zum 31. August 2025 meldete das Unternehmen rund 1,6 Millionen Kunden in über 140 Ländern und einen Umsatz von 1,08 Milliarden Euro. Das Angebot umfasst Shared Webhosting, VPS, dedizierte Server (Bare Metal) sowie Public und Private Cloud. Ein Schwerpunkt liegt auf der europäischen Datensouveränität.

5. Newfold Digital (Bluehost, HostGator und weitere): 2,3 %

Newfold Digital entstand 2021 durch den Zusammenschluss von Endurance International Group und Web.com. Das Unternehmen befindet sich in Privatbesitz der Investmentgesellschaften Clearlake Capital und Siris und hat seinen Sitz in Jacksonville, Florida. Zum Portfolio gehören Bluehost, HostGator, Network Solutions, Web.com, Register.com, Domain.com und Crazy Domains sowie das WordPress-SEO-Plugin Yoast.

W3Techs ordnet 26,6 % der Websites der Gruppe Bluehost und 11,7 % HostGator zu; der größte Anteil wird unter dem Namen Newfold gehostet. 2025 teilte das Unternehmen sich in eine Bluehost-Gruppe (Hosting und WordPress) sowie eine Network-Solutions-Gruppe (Domains und Webpräsenz) auf und verkaufte sein Geschäft mit Unternehmensdomains, MarkMonitor.

Die Quellen nennen unterschiedliche Größenangaben für Newfold. Das Unternehmen und sein Eigentümer Clearlake erklärten im Dezember 2025, dass sie knapp 7 Millionen Kunden betreuen. Eine Anfang 2026 veröffentlichte Kreditanalyse von S&P bezifferte die Zahl auf rund 5,8 Millionen und beschrieb einen rückläufigen Kundenstamm. Da Newfold ein privates Unternehmen ist und keine geprüften Zahlen veröffentlicht, lässt sich keine der beiden Angaben unabhängig überprüfen.

Vergleichen Sie die Tarife von Bluehost und HostGator, sehen Sie sich HostGator-Webhosting an oder lesen Sie Bluehost-Bewertungen und HostGator-Bewertungen.

6. team.blue: 2,3 %

team.blue tritt nur selten unter eigenem Namen auf und zählt deshalb zu den weniger bekannten Unternehmen dieser Liste. Die Gruppe entstand 2019 durch den Zusammenschluss der belgischen Combell Group, der niederländischen TransIP Group und der Register Group. Ihr Hauptsitz befindet sich im belgischen Gent. Das Unternehmen wird von Finanzinvestoren unterstützt: Hg ist der größte Anteilseigner, und der kanadische Pensionsfonds CPP Investments erwarb 2024 für eine Unternehmensbewertung von 4,8 Milliarden Euro einen Anteil von rund 20 %.

team.blue wuchs durch Übernahmen und besitzt lokale Hosting-Marken in ganz Europa, darunter Combell (Belgien), TransIP und Vimexx (Niederlande), Register.it (Italien), Loopia (Schweden), Simply.com (Dänemark), Webempresa (Spanien) und Names.co.uk (Großbritannien). Hinzu kommen Spezialisten für WordPress und E-Commerce wie Raidboxes, Hypernode und maxcluster. Nach eigenen Angaben betreut das Unternehmen 3,4 Millionen Kunden in 22 europäischen Ländern. Seit 2024 hat es außerdem Softwareunternehmen für kleine Betriebe übernommen, etwa die tschechische E-Commerce-Plattform Shoptet.

7. Hetzner: 2,1 %

Hetzner Online wurde 1997 von Martin Hetzner im bayerischen Gunzenhausen gegründet und ist ein privates Familienunternehmen. Das Unternehmen besitzt Rechenzentrumsparks in Nürnberg und Falkenstein (Deutschland) sowie in Helsinki (Finnland). Cloud-Server bietet es außerdem in Ashburn und Hillsboro in den USA sowie in Singapur an.

Hetzner ist für günstige dedizierte Server und Cloud-VPS bekannt und daher bei Entwicklern, Agenturen und anderen Hosting-Unternehmen beliebt. Außerdem verkauft das Unternehmen Shared Webhosting und Domains. Zum 1. April 2026 erhöhte Hetzner bei mehreren Produkten die Preise und verwies auf höhere Kosten für Arbeitsspeicher und andere Hardware. Hetzner veröffentlicht keine Kundenzahlen; die letzte öffentlich verfügbare Umsatzangabe stammt aus dem Jahr 2021.

Ähnliche Angebote finden Sie in unserem VPS-Hosting-Vergleich.

8. SiteGround: 2,0 %

SiteGround wurde 2004 in Sofia, Bulgarien, von einer Gruppe befreundeter Studierender gegründet und befindet sich in Privatbesitz. Zusammen mit Hostinger ist das Unternehmen eines von nur zwei in diesen Top 10, die vor allem mit einer einzigen Marke statt durch große Übernahmen gewachsen sind.

SiteGround konzentriert sich auf verwaltetes WordPress- und WooCommerce-Hosting. Seit 2020 läuft die Plattform auf Google Cloud. Im Februar 2026 stellte das Unternehmen sich als All-in-one-Plattform für den Aufbau, das Hosting und das Wachstum von Websites neu auf und führte eigene KI-Tools ein. Im April 2026 ergänzte SiteGround ein E-Commerce-Produkt. Aktuelle Kundenzahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht.

Vergleichen Sie die SiteGround-Tarife oder lesen Sie SiteGround-Bewertungen. Alternativen finden Sie in unserem WordPress-Hosting-Vergleich.

9. DigitalOcean Group (DigitalOcean und Cloudways): 1,5 %

DigitalOcean wurde 2012 gegründet, ist seit 2021 an der New Yorker Börse notiert (Börsenkürzel DOCN) und hat seinen Hauptsitz in Broomfield, Colorado. Bekannt wurde das Unternehmen mit einfachen Cloud-Servern („Droplets“) für Entwickler und kleine Unternehmen. Inzwischen bietet es auch verwaltete Datenbanken, Kubernetes und GPU-Server für KI an.

2022 kaufte DigitalOcean Cloudways für 350 Millionen US-Dollar. Cloudways bietet verwaltetes WordPress- und PHP-Hosting auf Cloud-Servern, ohne dass eine Serververwaltung erforderlich ist. W3Techs ordnet Cloudways 36 % der Websites der Gruppe zu. Für 2025 meldete DigitalOcean einen Umsatz von 901 Millionen US-Dollar und mehr als 640.000 Kunden.

Vergleichen Sie die Cloudways-Tarife oder lesen Sie Cloudways-Bewertungen.

10. XServer: 1,4 %

XServer ist das einzige Unternehmen in diesen Top 10, dessen Angebot sich fast ausschließlich an einen einzigen Markt richtet. Der Dienst wurde 2003 von Hiroki Kobayashi gestartet; das Unternehmen hat seinen Sitz in Osaka und befindet sich in Privatbesitz. XServer gibt an, auf XServer und XServer Business rund 2,5 Millionen Websites zu betreiben. Unter Berufung auf Daten von Dataprovider aus dem Juni 2025 meldet das Unternehmen außerdem, mehr als ein Drittel aller WordPress-Websites in Japan zu hosten.

Das Angebot umfasst Shared Hosting und WordPress-Hosting („Mietserver“), Business-Hosting, VPS und Domains – alles für den japanischen Markt. Der Platz unter den zehn größten Anbietern weltweit zeigt, wie groß ein einzelner nationaler Markt sein kann, wenn ein Anbieter dort führend ist.

Weitere große Webhosting-Unternehmen

Hinter den Top 10 sinken die Marktanteile rasch. Die folgenden Unternehmen sind die nächstgrößten Webhosting-Anbieter in denselben W3Techs-Daten; die genannten Ausschlüsse gelten auch hier:

Hosting-UnternehmenAnteil an allen WebsitesAnmerkungen
WP Engine1,3 %Verwaltetes WordPress-Hosting aus Austin, Texas, mehrheitlich im Besitz von Silver Lake; besitzt außerdem Flywheel
GMO Internet Group1,2 %Japanische Gruppe aus Tokio; zu den Marken gehören Lolipop, ConoHa und Heteml
Aruba Group0,9 %Italienischer Hoster in Familienbesitz mit eigenen Rechenzentren
Sakura Internet0,9 %Börsennotierter japanischer Anbieter aus Osaka: Mietserver, VPS, Cloud und GPU-Cloud
group.one0,8 %Europäische Gruppe hinter one.com, dogado, Antagonist, Hostnet und Checkdomain
Your.Online0,8 %Gruppe mit Sitz in Amsterdam; zu den Marken gehören Yourhosting, Versio, Gandi, o2switch und Heart Internet
Hosting.com Group0,6 %Früher World Host Group; A2 Hosting wurde 2025 in hosting.com umbenannt
Namecheap0,6 %Domain-Registrar und Hoster aus Phoenix; CVC vereinbarte 2025 den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung
All-inkl.com0,5 %Von seinem Gründer geführter deutscher Shared-Hosting-Anbieter aus Friedersdorf, Sachsen
DreamHost0,3 %Unabhängiger US-Hoster seit 1996, bekannt für WordPress-Hosting
Kinsta0,3 %Premium-Managed-WordPress-Hosting auf Google Cloud
InMotion Hosting0,2 %US-Hoster für Shared Hosting, VPS und dediziertes Hosting mit Sitz in Virginia Beach
Infomaniak0,2 %Schweizer Hoster aus Genf mit Rechenzentren ausschließlich in der Schweiz; seit Oktober 2026 an der SIX notiert
GreenGeeks0,1 %US-Hoster mit Schwerpunkt auf umweltfreundlichem Shared Hosting und WordPress-Hosting

Was das Ranking über den Hosting-Markt aussagt

Ein fragmentierter Markt mit einigen großen Gruppen

Selbst der größte Webhoster erreicht nur einen Anteil von rund 5 %; die zehn größten kommen zusammen auf etwa 24 % aller Websites. Der Rest verteilt sich auf Tausende Anbieter. Hinter vielen bekannten Namen stehen jedoch nur wenige Unternehmensgruppen: Fünf der zehn größten Unternehmen wuchsen vor allem durch den Kauf anderer Hoster (United Internet, GoDaddy, Newfold Digital, team.blue und DigitalOcean). group.one, Your.Online und Hosting.com Group verfolgen eine ähnliche Strategie und liegen im Ranking weiter hinten.

Eigentümer: börsennotierte Unternehmen und Finanzinvestoren

Vier Unternehmen in den Top 10 sind börsennotiert (United Internet über IONOS, GoDaddy, OVHcloud und DigitalOcean) und veröffentlichen geprüfte Zahlen. Newfold Digital und team.blue gehören Finanzinvestoren; Hostinger, Hetzner, SiteGround und XServer befinden sich in Privatbesitz ihrer Gründer oder Familien. Die Größe der privaten Unternehmen lässt sich nur anhand ihrer eigenen Angaben oder anhand von Erhebungen wie denen von W3Techs beurteilen.

Organisches Wachstum ist weiterhin möglich

Hostinger und SiteGround schafften es ohne große Übernahmen in die Top 10. Beide wuchsen unter einer Marke, mit eigenen Bedienoberflächen und einer klaren Ausrichtung: Hostinger auf günstige Preise in aller Welt, SiteGround auf verwaltetes WordPress-Hosting.

Regionale Marktstärken

Sechs der zehn Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Europa, drei in den USA und eines in Japan. Mehrere sind besonders stark in ihrem Heimatmarkt: IONOS und STRATO in Deutschland, OVHcloud in Frankreich, team.blue in den Benelux-Ländern und XServer in Japan, wo auch GMO und Sakura zu den größten Hostern zählen. Die Ausnahme ist Hostinger: Das Unternehmen hat seinen Sitz in Litauen, verkauft aber weltweit. Lokaler Support in der jeweiligen Sprache, passende Zahlungsmethoden und Rechenzentren in derselben Rechtsordnung halten regionale Hoster wettbewerbsfähig.

Website-Baukästen konkurrieren um dieselben Kunden

Die größte einzelne Plattform in der W3Techs-Liste ist kein Webhoster, sondern Shopify; auch Wix und Squarespace zählen zu den größten Anbietern. Für viele kleine Unternehmen ersetzt ein All-in-one-Baukasten das klassische Hosting. Hostinger, GoDaddy und SiteGround reagieren darauf mit eigenen KI-Website-Baukästen.

Ist der größte Webhoster auch die beste Wahl?

Nicht unbedingt. Die Größe sagt etwas über die Beständigkeit und die Auswahl an Diensten aus, aber wenig darüber, welcher Tarif zu Ihrer Website passt. Eine große Gruppe kann eine breite Auswahl und eine gute Infrastruktur bieten, während ein kleinerer, spezialisierter Hoster möglicherweise schnelleren Support oder bessere WordPress-Werkzeuge hat. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Funktionen, Serverstandort, Support und dem Preis nach der ersten Vertragslaufzeit.

Unser Webhosting-Vergleich stellt aktuelle Tarife großer und kleiner Hoster gegenüber. Außerdem können Sie WordPress-Hosting und VPS-Hosting vergleichen. Aktuelle Rabatte finden Sie auf unserer Angebotsseite.

Methodik des Rankings

Quelle und Datenstand. Die Marktanteile stammen aus der Webhosting-Übersicht von W3Techs, veröffentlicht am 6. November 2026. W3Techs untersucht eine große Stichprobe der weltweit meistbesuchten Websites und aktualisiert die Zahlen täglich. Deshalb verändern sie sich von Tag zu Tag leicht.

Kennzahl. Das Ranking verwendet nur eine Kennzahl: den Anteil aller Websites in der Umfrage, die ein Unternehmen hostet. Dieser Anteil umfasst auch Websites, deren Hoster nicht ermittelt werden konnte. Bei einer Berechnung nur unter den identifizierten Hostern wären die Anteile höher, die Reihenfolge bliebe aber gleich. Gemessen werden Websites, nicht Kunden oder Umsatz. Ein Hoster mit vielen kleinen Websites kann daher vor einem Anbieter mit weniger, aber größeren Kunden liegen. Umsatz- und Kundenzahlen in den Porträts dienen nur zur Einordnung und fließen nicht in das Ranking ein.

Geltungsbereich. Die Umfrage ist global. Sie weist keine Marktanteile nach Ländern aus. Deshalb kann ein Hoster, der in einem Land führend ist – etwa XServer in Japan –, hinter Anbietern mit größerer internationaler Reichweite liegen.

Gruppen und Marken. W3Techs zählt alle Marken eines Eigentümers zusammen, sodass jede Website nur einmal auf Gruppenebene berücksichtigt wird. „United Internet“ umfasst IONOS und STRATO, „Newfold Digital“ Bluehost und HostGator. Die Aufteilung der Websites innerhalb einer Gruppe stammt von den jeweiligen W3Techs-Gruppenseiten. W3Techs unterscheidet außerdem zwischen dem Unternehmen, das das Hosting verkauft, und dem Unternehmen, dem die Hardware gehört: Websites von SiteGround werden SiteGround zugerechnet, obwohl sie auf Google Cloud laufen.

Gleichstände. W3Techs rundet die Anteile auf eine Nachkommastelle. Unternehmen mit demselben gerundeten Anteil sind in der Reihenfolge von W3Techs aufgeführt. Der Unterschied zwischen United Internet und GoDaddy ist beispielsweise zu gering, um eine eindeutige Rangfolge festzustellen.

Was wir ausgeschlossen haben und warum

Die W3Techs-Liste enthält sowohl Webhosting-Unternehmen als auch Plattformen, die kein Hosting für beliebige Websites anbieten. Wer nach den größten Webhostern sucht, möchte wissen, welche Unternehmen Hosting für eine eigene Website verkaufen. Deshalb haben wir zwei Gruppen ausgeschlossen:

  • Ausschließlich als SaaS angebotene Plattformen. Shopify, Wix und Squarespace hosten viele Websites, aber nur solche, die mit dem eigenen Baukasten oder der eigenen Shop-Software erstellt wurden. WordPress oder eigenen Code können Sie dort nicht ausführen. Dasselbe gilt für Webflow, Tilda, Duda und WordPress.com (Automattic).
  • Hyperscale- und Entwickler-Clouds. Amazon (AWS) bietet Infrastrukturbausteine, die selbst eingerichtet werden müssen. Das ist ein anderes Produkt für eine andere Zielgruppe als Webhosting. Aus demselben Grund haben wir Google, Microsoft, Vercel und Netlify ausgeschlossen.

DigitalOcean ist enthalten, weil 36 % der Websites der Gruppe auf Cloudways liegen, einem Managed-Hosting-Dienst, für den keine Serverkenntnisse erforderlich sind. GoDaddy und team.blue sind enthalten, weil sie neben Domains und Website-Baukästen auch klassisches Shared Hosting, WordPress-Hosting und VPS verkaufen.

Ausgeschlossene PlattformAnteil an allen WebsitesTyp
Shopify5,4 %Online-Shop-Plattform (SaaS)
Amazon4,4 %Hyperscale-Cloud (AWS)
Wix4,2 %Website-Baukasten (SaaS)
Squarespace2,4 %Website-Baukasten (SaaS)
Vercel2,3 %Entwicklerplattform für Frontend-Apps
Google1,8 %Hyperscale-Cloud und von Google gehostete Dienste
Microsoft0,8 %Hyperscale-Cloud (Azure)
Automattic0,8 %WordPress.com und Tumblr (SaaS)
Webflow0,8 %Website-Baukasten (SaaS)
Netlify0,6 %Entwicklerplattform für Web-Apps

Mit diesen Plattformen im Ranking läge Hostinger hinter Shopify auf Platz zwei, und Amazon, Wix sowie Squarespace wären unter den Top 10. Einen Vergleich der großen Cloud-Anbieter finden Sie bei Amazon Web Services, Google Cloud und Microsoft Azure.

Einschränkungen

  • W3Techs untersucht beliebte Websites, nicht jede registrierte Domain. Hoster mit vielen kleinen oder inaktiven Websites können im Vergleich zu einer Zählung aller Domains unterrepräsentiert sein.
  • Unternehmensangaben (Kunden, Umsatz, Websites) stammen von den Unternehmen selbst, beziehen sich auf unterschiedliche Zeiträume und umfassen auch andere Geschäftsbereiche als Hosting. Sie lassen sich nicht als Ranking miteinander vergleichen.
  • Eigentümerverhältnisse ändern sich in diesem Markt schnell. Marken sind dem Eigentümer zugeordnet, den W3Techs zum jeweiligen Datenstand angibt.

Quellen und Referenzen

Häufig gestellte Fragen

Welches ist das größte Webhosting-Unternehmen Europas?

Hostinger mit Hauptsitz in Vilnius, Litauen, ist gemessen am Anteil der Websites der größte in Europa ansässige Webhoster (5,2 % laut W3Techs, November 2026), verkauft seine Dienste jedoch weltweit. Unter den Hostern, die besonders stark in Europa sind, liegt United Internet (IONOS und STRATO) mit 2,5 % vorn, gefolgt von OVHcloud (2,4 %), team.blue (2,3 %) und Hetzner (2,1 %).

Welches ist das größte Webhosting-Unternehmen der USA?

Wenn Amazon Web Services und SaaS-Plattformen wie Shopify und Squarespace nicht berücksichtigt werden, ist die GoDaddy Group mit 2,5 % aller Websites der größte US-amerikanische Webhoster. Es folgen Newfold Digital (Bluehost, HostGator) mit 2,3 % und die DigitalOcean Group (einschließlich Cloudways) mit 1,5 %.

Welches Webhosting-Unternehmen erzielt den höchsten Umsatz?

Unter den zehn Unternehmen in diesem Ranking meldet GoDaddy den höchsten Umsatz: 4,95 Milliarden US-Dollar für 2025. IONOS meldete für 2025 einen Umsatz von 1,32 Milliarden Euro, OVHcloud für das Geschäftsjahr bis August 2025 einen Umsatz von 1,08 Milliarden Euro. Diese Summen umfassen Domains, Software und Cloud-Dienste. Private Unternehmen veröffentlichen wenige oder gar keine Angaben, sodass ein Umsatzranking weder vollständig noch vergleichbar wäre.

Wem gehören Bluehost und HostGator?

Beide Marken gehören zu Newfold Digital, das sich im Besitz der Investmentgesellschaften Clearlake Capital und Siris befindet. Newfold gehören außerdem Network Solutions, Web.com, Register.com, Domain.com, Crazy Domains und das WordPress-Plugin Yoast.

Ist GoDaddy der größte Webhoster?

GoDaddy zählt mit rund 81 Millionen verwalteten Domains zu den größten Domain-Registraren, ist aber nicht der größte Webhoster. Laut W3Techs-Daten hostet die GoDaddy Group 2,5 % aller Websites – ungefähr so viele wie United Internet und weniger als halb so viele wie Hostinger.

Photo: panumas nikhomkhai